Die Ranggerkapelle ist in Inzing unter drei verschiedenen Namen bekannt.

Drei Namen, eine Kapelle

rangger_kapelle

Rangger-, Franzosen- oder auch Muttergotteskapelle wird die Kapelle bei der östlichen Ortseinfahrt von Inzing genannt. An dieser Stelle stand früher ein Bildstock.

Zur Zeit der Franzosenkriege verfolgte ein französischer Soldat einen Inzinger Bauern, er hieß Alexander Trenkwalder, vulgo Xander. Der Bauer konnte sich hier verstecken und entging so den Feinden. Aus Dankbarkeit erbaute er 1848 diese Kapelle. Lange Zeit wurde sie im Volksmunde auch "Franzosenkapelle" genannt.

Die anderen Namen
Vor der Grundzusammenlegung zweigte bei der Kapelle der Weg nach Ranggen ab. Deshalb nannte man Sie auch "Rangger Kapelle". Am Altar steht ein Bild der „schmerzhaften Muttergottes", welches 2001 restauriert worden ist. Im Zuge dieser arbeiten, wurde festgestellt, dass das Bild 2 Mal übermalt wurde. Restauratorin Mag. Kundratitz aus Innsbruck legte wieder das Originalbild frei.

Statuen
Der bekannte Bildschnitzer Leimgruber, vulgo Mundi, schnitzte für die Kapelle die beiden Statuen des hl. Josef und Joachim. Jahrzehnte lang schmückten sie mit den beiden Figuren von Petrus und Paulus die Kapelle. Petrus und Paulus haben nun Ihren Platz in unserer Kirche neben der Orgel gefunden. Josef und Joachim werden verwahrt und nur mehr zu bestimmten Anlässen in der Kapelle aufgestellt.
Der Kreuzweg in der Kapelle ist eine Arbeit der Schüler der Hauptschule Inzing unter Anleitung des damaligen HS-Direktors Dr.Josef Schärmer.

rangger_kapelle_altarUmsorgte Kapelle
Die Pflege und Betreuung der Kapelle (Blumenschmuck, Kerzen etc.) erfolgt durch Franz Gastl. Vorher wurde sie viele Jahre lang von Toni und Luise Schärmer betreut.

Bittgänge zur Kapelle
Früher kamen am Schmerzensfreitag, das ist der Freitag vor dem Palmsonntag, die Unterdörfler in kleineren Gruppen zum Bild her, um den Rosenkranz zu beten. Dieser Brauch besteht auch heute noch. Daher wird an diesem Tag die Kapelle besonders liebevoll geschmückt. Bis ca. 1960 fanden jährlich zwei Bittgänge zur Ranggerkapelle statt. Einer am ersten Bittag und einer am Markustag (25. April).

Im Zuge unserer Recherchen konnten wir auch eine
Sage über einen Schatz bei der Rangger Kapelle finden.

Fotos + Text von Georg Haslwanter

 

 

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