Johanneskapelle

Die Kapelle, die ein Bildstock ist

Einem „Brückenheiligen" ist die Kapelle am Eingang des Lehntales geweiht. Hätte 1973 das Landesdenkmalamt zugestimmt, würde heute an dieser Stelle eine größere Kapelle stehen.

Bei der Johanneskapelle in der Rangger Gasse handelt es sich wohl mehr um einen Bildstock, der dem hl. Johannes von Nepomuk geweiht ist. Er soll das Lehnbachl zähmen, wenn Unwetter das unscheinbare Rinnsal überfüllen und seine Wasser Fluren und Landstraße überfluten. Über die Entstehung des Bildstockes ist uns nichts Näheres bekannt. Er steht schon seit über 100 Jahren dort.

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Einer der meistverehrten Heiligen 

Wie viele Brücken in wie vielen Ländern mögen es wohl sein, an denen die Statue oder das Bild des heiligen Johannes von Nepomuk ihren Platz gefunden hat? Er ist der bekannteste Brückenheilige und gehört im deutschen Sprachraum zu den meistverehrten Heiligen. Johannes wurde im Jahr 1393 in Prag in der Moldau ertränkt. Der Leib des im Wasser Treibenden soll dann von fünf Flammen umsäumt gewesen sein. Deswegen wird Johannes von Nepomuk oft mit fünf Sternen um seinen Kopf abgebildet. Der Bischof ließ ihn im Prager Veitsdom bestatten, und schon kurze Zeit später setzte seine Verehrung als Märtyrer ein. Die  Heiligsprechung durch die Kirche erfolgte erst Jahrhunderte später. Johannes von Nepomuk ist auch der Patron der Beichtväter, da er, so erzählt es die Legende, wegen seiner unnachgiebigen Haltung hinsichtlich des Beichtgeheimnisses ermordet wurde.

Bau einer neuen Kapelle

Die Rodler der Turn- und Sportunion in Inzing legten hier 1969, besonders für das jedes dritte Jahr ausgetragene internationale Europapokalrennen, eine Rodelbahn an. Diese führt am Bildstock vorbei. 1973 hatten die Rodler der Union die Absicht, den Bildstock zu entfernen und an seine Stelle eine Kapelle zu errichten. Es sollten Gedenktafeln für alle tödlich verunglückten Rodelrennfahrer der Welt aufgestellt werden. Sie hatten bereits mit vielen internationalen Rodlersportverbänden Beziehungen aufgenommen und Zusicherungen für eine Mitarbeit und Unterstützungen erhalten. Doch seitens der öffentlichen Stellen, insbesondere des Landesdenkmalamtes,  gab es keinen positiven Bescheid. So entschloss man sich 1973 für eine Generalrenovierung des Bildstockes.

Neuerliche Sanierung seitens der Schützkompanie

30 Jahre später wurde die Kapelle dann von den Inzinger Schützen gründlich renoviert. Die Mauern wurden trocken gelegt und ein neuer Verputz angebracht. Das Gitter wurde vom Rost befreit und neu gestrichen. Malermeister Ewald Mayer befreite die Figur des Hl. Johannes von  alten Farbresten, besserte Risse und Löcher aus. Die Figur wurde neu gefasst und bemalt.

Fotos: Georg Haslwanter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ranggergassekapelleEs handelt sich wohl mehr um einen Bildstock, der dem Hl. Johannes v. Nepomuk zugeeignet ist. Er soll das Lehnbachl zähmen, wenn Unwetter das unscheinbare Rinnsal überfüllen und seine Wasser Fluren und Landstraße überfluten. Über die Entstehung des Bildstockes ist nichts bekannt. Auch an eine gemeinsame Andacht vor dem Heiligen kann sich niemand erinnern.

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