Die Kapelle in Hof

Vor über 200 Jahre brannte es in Hof.  Nur ein Haus blieb von dem Feuer verschont. Aus Dankbarkeit darüber bauten die Bewohner dieses Hauses die Marien-Kapelle.  

Am 24. Dezember 1797, während die Bewohner bei der hl. Messe waren, brannte der gesamte Weiler bis auf die Grundmauern ab. Es blieb nur das östlichste Haus, der Wannerhof, von dem Unglück verschont. Angeblich hätte ein Knecht den Brand verschuldet, der nicht zur Mette gegangen war und auf dem Dachboden mit offenem Lichte umging.

Die Kapelle

Die Kapelle ist eine Marienkapelle. Im Inneren steht eine lebensgroße Statue der Madonna. Die Betreuung der Kapelle wechselt jährlich von Familie zu Familie. Früher befand sich neben der Kapelle eine Kegelbahn, die auch von den umliegenden Dörfern und Weilern rege besucht wurde. Anlässlich des Neubaues der Zufahrtsstrasse wurde diese Kegelbahn entfernt.

Viele Jahre klang täglich dreimal das traute Angelusläuten der kleinen Kapellenglocke über die Bergfluren. Die Wanner vom Erbhof besorgten das Läuten. Der letzte Betreuer der Glocke war Anton Wanner (gestorben 1969). Bald nach seinem Tode unterblieb das Läuten.

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Ein Naturdenkmal aus China

Eine Besonderheit ist der Schneeglöckchenbaum, nicht weit von der Kapelle entfernt. Er wurde 1892 von einem Missionar gepflanzt, der den Baum aus China mitbrachte. In der Heimat (Amerika, China) wird der Baum bis zu 6 Meter hoch, bei uns gedeiht er nur als Strauch. Bekanntheit erlangte der Baum wegen seiner originellen Blattfärbung: Anfang Mai färben sich die Blätter weiß, dann rot und Mitte Juli wieder grün. Der Strauch wurde wegen seiner Einmaligkeit und Schönheit 1987 zum Naturdenkmal erklärt.

Hof ein kleiner Weiler von Inzing  

Die erste bekannte Erwähnung des Weilers „Hof" stammt aus einem Untertanenverzeichnis aus dem Jahr 1437. Dort werden namentlich drei Familien erwähnt. In einem Kataster aus dem Jahr 1627 sind bereits 5 Häuser in Hof angeführt.

Nach dem Brand wurden die Häuser in ihrer jetzigen Form errichtet und sind weitgehend in gutem Zustand erhalten. Der nicht abgebrannte Hof soll aus dem Jahre 1449 stammen, wie laut Aussage des Besitzers eine früher sichtbare Inschrift am Giebel verkündete.

Fotos und Text von Georg Haslwanter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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