Die Kapelle in Eben

Sagen und Ungewissheit umranken die Kapelle im Weiler Eben.
Ritter und Geister am Weg zur Ebner Kapelle 

Kaum Informationen sind über diese Kapelle zu finden. Die Ritter von Eben, unser Gemeindewappen und der Kreuzbrunnengeist tauchen bei der Suche auf.     
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Über die Muttergotteskapelle in Eben ist sehr wenig bekannt. Der Bau wird von vielen für sehr alt gehalten. Nach Meinung mancher Inzinger soll früher an dieser Stelle die Burg der Ebner Ritter gestanden sein. Andere, darunter auch viele Ebner glauben, dass der Ansitz der Ritter zwischen den Höfen Franzeler und Ruetz lag. Die Kapelle liegt im Ortsteil Tenglhof. Heute wird der Weilername Tenglhof nur mehr selten verwendet und zu Eben gerechnet. Früher hat man deutlich zwischen Eben und Tenglhof unterschieden. Das kann man aus den  alten Schriften entnehmen. Wer damals nämlich in Tenglhof wohnte, war kein Ebner. Aus diesen Gründen dürfte die Burg nicht an dieser Stelle gestanden sein. Das Inzinger Rittergeschlecht nannte sich „von Eben"  und nicht nach der Ansiedlung „von Tenglhof". Einwandfreie Spuren der Ebner Burg hat man noch nicht festgestellt.

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Die Herren von Eben

Die Herkunft der Ritter von Eben ist in Dunkel gehüllt. Wahrscheinlich waren sie ein bayrisches oder schwäbisches Rittergeschlecht. Nach ihrem Ansitz im Weiler Eben nannten sie sich Herren von Eben. Wann sie sich bei uns niederließen, ist nicht bekannt. 1227 werden sie zum ersten Mal als Vasallen der Hörtenberger Grafen, die damals Grafen von Eschenlohe hießen, in einer Urkunde erwähnt. Die Burg in Eben scheint erst ca. hundert Jahre später (1312) in einer Urkunde auf, doch hat sie sicher schon lange vorher bestanden. Schon früh erbauten sich die Ritter von Eben - der genaue Zeitpunkt ist unbekannt - im Dorfe oberhalb der Kirche einen Turm, den die Inzinger heute allgemein mit Schlößl bezeichnen. Spätestens im 14. Jahrhundert gaben die Ritter ihre Stammburg auf, die nun rasch verfiel und bewohnten ständig den Turm. Die Herren von Eben besaßen wie alle adeligen Geschlechter ein Wappen. Das Familienwappen der Ritter von Eben bildete die Grundlage für die Gestaltung unseres Gemeindewappens.

Der Kreuzbrunnengeist

Wo sich die Wege nach Gigglberg, Schindltal und Eben verzweigen, plätschert ein kleines Brünndl, der Kreuzbrunnen. An glühenden Sommertagen ist hier im Waldschatten gut rasten, wenn man den steilen Weg erklommen hat. Doch in der Nacht war es in früheren Zeiten da nicht geheuer.Es trieb sich nämlich in der Nähe des Brunnens ein Geist herum, der die vorbeikommenden Leute belästigte und ihnen nachlief. Viele fürchteten sich so sehr, dass sie lieber einen weiten Umweg machten. Ein tapferer Bursche rief dem Geist, der ihm auf Schritt und Tritt folgte zu, er solle verschwinden. Da zeigte sich ihm der Geist in Gestalt eines alten Weibleins, entfernte sich und ward seit dieser Stunde nicht mehr gesehen.

Fotos/Text von Georg Haslwanter
Quelle: Dorfbuch Inzing, Franz Pisch
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