Die Kapelle im Unterschindltal

Bewegte Vergangenheit

Die Kapelle im Unterschindeltal hat schon einiges erlebt

Bereits über ein Jahrundert gibt es eine Kapelle im Weiler Schindeltal. Dazwischen wurde sie abgetragen und wieder neu aufgebaut. 

Früher stand im Unterschindeltal eine Lourdeskapelle, welche 1900 erbaut worden war. Schon damals war die ca. 1,10 große Marienstatue der Mittelpunkt. Sie wurde von Alexander Öfner (vulgo Xander) aus Zirl um 1900 geschnitzt. Die Kapelle hatte einen ungünstigen Standort. Die Mauern mussten immer wieder aufgrund des feuchten Untergrundes saniert werden.

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Schutz im Krieg

1945 bei Kriegsende wurde der Inzingerberg von Reith aus beschossen. Einige Granaten haben in der Nähe der Kapelle eingeschlagen, doch sie blieb verschont. War es die Madonna, die einen Einschlag abgeschirmt hat? Als 1962 im Weiler Schindeltal der Weg neu angelegt und erhöht wurde, musste die Kapelle abgetragen werden. Für die verwaiste Madonnenstatue wurde ein Bildstock errichtet.  Die Schindeltaler vermissten die alte Kapelle über Jahre.

Der Bau einer neuen Kapelle

1999 wurde mit dem Neubau einer neuen Kapelle begonnen. Das innere der Kapelle wurde nach dem Vorbild der alten Kapelle gestaltet. Die Marienstatue wurde neu gefassen. Die 100 Jahre alte Kapellentüre, welche aus Lindenholz ist, wurde renoviert und wieder auf Glanz gebracht. Sie schmückt nun auch den Eingang der neuen Kapelle. Die Kreuzwegtafeln, welche ebenfalls aus der alten Kapelle stammten wurden neu aufpoliert und sind ebenfalls über 100 Jahre alt. Altar und Betstühle sind ein Überbleibsel der alten Kapelle im Altersheim. Die Schnitzereien wie der Hl. Josef, der Schutzengel, das Kreuz oberhalb der Madonna und die seitliche Schmückung der Madonna wurden von der Holzschnitzerei Josef Neurauter in Längennfeld angefertigt. Am 7. November 1999 wurde die Kapelle feierlich mit einer Messe von Pfarrer Franz Lanbach eingeweiht.

Turmbau im Schindeltal

2000 wurde noch ein Turm dazu gebaut. Dieser musste mit Hydraulik und einer Feuerwehrsleiter auf die Kapelle aufgesetzt werden. Ein Glöcklein der Firma Grassmayr wurde im Mai 2000 von Pfarrer Franz Lanbach als Marienglöckchen geweiht. Der Bau wurde vom 85-jährigen  Hans Pairst, ehemaliger Bauer und Besitzer des Premenhofes organisiert und finanziert. Er arbeitete auch selbst an der Verwirklichung seines Wunsches mit. Er wollte die ehemalige schicksalbedrängte Kapelle, die seine Großmutter 1900 gebaut hatte ersetzen und neu aufbauen. Er arbeitete auch selbst an der Verwirklichung seines Wunsches mit.

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Schindeltal

Das Schindeltal ist ein Inzinger Weiler. Obwohl im Schindeltal nur wenige Häuser stehen, unterscheidet man Ober- und Utnerschindeltal. Der vom Unterschindeltal durch den Wald steil abwärts führende Weg zur Rangger Gasse war früher eine wichtige Verbindung mit dem Dorf. Seit der Erbauung der neuen Straße auf den Inzinger Berg wird dieser Weg nicht mehr als Fahrweg benützt.

Fotos und Text von Georg Haslwanter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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