5. 11. 2017
Liebe Gläubige! "Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach!" Dieses Wort wird Karl Valentin zugeschrieben. Es trifft genau das Evangelium. Wie wohltuend ist es, oder mehr noch ermutigend, wenn Menschen versuchen, ihre Ideen, ihre Worte auch zu leben. Unser Papst Franziskus versucht im riesigen Palast des Vatikan trotzdem einen schlichten Lebensstil im Gästehaus. Mahatma Ghandi hat durch sein Leben die Herzen vieler Menschen erreicht und unglaubliches bewirkt. Das Gegenteil erzählt uns heute Jesus und wir kennen es zur Genüge: Menschen, die große Worte machen, aber keinen Finger rühren. Heinrich Heine bringt es im Wintermärchen auf den Punkt, da heißt es: „Ich kenne die Weise, ich kenne den Text, Ich kenn auch die Herren Verfasser; Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.“ Was heißt das für uns - heute? Für Menschen, die meist nicht in der Öffentlichkeit stehen? Wo wir vielleicht denken, was bewirkt schon mein Tun? Eine Gewissheit dürfen wir niemals vergessen: Jedes Tun von uns, und wenn es noch so gering erscheint, hat eine Wirkung für die gesamte Welt, hinein bis in die Ewigkeit. Und eine zweite Frage können wir uns stellen: Was ist eigentlich der Grund, das Motiv meines Tuns? Ich selbst habe mich oft ertappt, wenn ich mich eingesetzt habe für Menschen auf der Straße für Flüchtlinge in verschiedenen Bereichen. Oberflächlich betrachtet habe ich mich ganz gut gefühlt; gedacht „wow!“ du bist gar nicht so schlecht. bei genauerem Hinsehen haben sich da oft Motive eingeschlichen: Anerkennung bei dem oder jenem, Schulterklopfen, und ist das Klopfen spärlicher ausgefallen, dann war schon der Frust im Herzen. Natürlich wird es immer eine Mischung sein, und werden nie die absolute Selbstlosigkeit erlangen. Aber die Worte Jesu: Das tun sie nur damit die Menschen es sehen. Dieses Wort kann heilsam sein wenn wir es wie eine Folie über unser Tun und vor allem über unsere Motive legen. Es tut gut, in einer stillen Stunde hineinzuhorchen: warum setze ich mich da und dort ein? Was sind die Motive? Und wenn wir zum Schluss kommen: wir tun es nur, damit es die Menschen sehen, damit wir Anerkennung und Lob empfangen. Werfen wir das Engagement nicht einfach hin. Sondern lassen wir uns wandeln, von dem der sich uns hingegeben hat. Wenn diese Hingabe bei uns ankommt, unser Herz berührt, dann wird es auch zur sprudelnden Quelle für unser Tun. Amen.
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