15. 8. 2017
Liebe festliche Gemeinde! Es gibt wunderbare Darstellungen aus der Barockzeit von Maria Himmelfahrt: ich denke da an Tizian, Rubens aber auch bei uns in Tirol einige Kirchen, die dem Fest Maria Himmelfahrt geweiht sind, wie in serfaus oder in Landeck, in Schwaz die mit wunderbaren Bildern ausgestattet sind. Es ist interessant, dass viele dieser überschwänglichen Bilder in der Barockzeit entstanden sind nach den furchtbaren Jahren des dreißigjährigen Krieges. Dieser Krieg hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nicht nur Städte und Dörfer viele Menschen starben oder waren verkrüppelt. Da hat diese Botschaft, dass wir mit Leib und Seele, wunderbar wiederhergestellt und verklärt einmal bei Gott sein werden eine besondere Bedeutung. Die Menschen haben aus dieser Botschaft Hoffnung geschöpft. Ebenso ist die Verkündigung des Dogmas 1950 durch Papst Pius XII nicht umsonst in dieser Zeit aktuell. Auch da waren die Folgen des zweiten Weltkrieges furchtbar zu spüren. In dieser Zeit hat dieses Bild von Maria die mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen wird eine besonders hoffnungsvolle und auch heilende Kraft. Dieses Fest ist ja auch immer ein Fest, das uns allen zugesagt ist. Es gibt uns allen die Würde dass auch unser Leib einmal verklärt in die Herrlichkeit des Himmels eingehen wird. Vielleicht hat dieses Fest heute für viele Menschen weniger Bedeutung, weil der Körperkult so stark auf das Diesseits gelenkt ist. Zugleich verlieren viele Menschen ohne diese frohe Botschaft von der Vollendung im Himmel, die Gelassenheit den Leib in allen Altersstufen auch in der Vergänglichkeit zu lieben, anzunehmen. Der Wahn, ständig jung und attraktiv wirken zu müssen, macht vielen furchtbaren Stress. Diese Botschaft des heutigen Tages schenkt Freude und Gelassenheit, jeder Tag ist Geschenk und ein Schritt auf die ewige Vollendung zu. Ich möchte heute aber auch auf die entstellte Erde schauen auf das entstellte Klima, und die himmelschreiende Ungerechtigkeit. Durch diese Entstellung geraten viele Menschen in Elend. Aktuell in Afrika für das wir heute aufgerufen sind zu teilen. Ich möchte heute noch einmal die Worte von unserem Caritasdirektor zitieren: Amen.
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